Die Wahrheit über die Pensionskosten
Da es derzeit wieder verstärkt zu falscher Darstellung der staatlichen Zuschuss Kosten für Pensionen kommt, hat der PVÖ eine Richtigstellung zusammengefasst.
FAQ: Die Wahrheit über die Pensionskosten
Konservative, neoliberale Kräfte werden nicht müde ständig gebetsmühlenartig Schauermärchen über die angebliche Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems zu verbreiten. Sie scheuen dabei auch nicht davor zurück bewusst falsche Zahlen zu verbreiten und sozusagen „Äpfel mit Birnen zu vergleichen".
Die oft medial behauptete Pensionskosten-„Explosion“ ist übrigens laut Analyse des Österreichischen Seniorenrats nicht haltbar. Die wiederholten Behauptungen neoliberaler Kräfte, wonach die staatlichen Zuschüsse für Pensionen 2025 bei 32,8 Milliarden Euro liegen, sind irreführend und vor allem falsch: Tatsächlich entfallen rund 20 Prozent davon auf nicht-pensionsbezogene Leistungen. Viele weitere Sozialleistungen und Leistungen zur Armutsvermeidung – darunter Ersatzzeiten während der Kinderbetreuung, Krankengeld, Rehabilitationsgeld, Ausgleichszulagen und Unterstützungen für Selbstständige u.a. – werden fälschlicherweise in die Pensionskosten eingerechnet, obwohl sie mit den eigentlichen Pensionen nichts zu tun haben.
Forderung nach sachlicher DarstellungDer Seniorenrat - die überparteiliche Interessensvertretung der älteren Generation in Österreich - fordert daher einmal mehr eine sachliche Darstellung der Zahlen: Die Pensionen selbst belasten den Staat weit weniger, als von neoliberalen Kräften und Teilen der Öffentlichkeit behauptet wird. "Es ist höchste Zeit, Sonderausgaben und Sozialleistungen transparent anderen Budgetbereichen zuzuordnen, damit die öffentliche Debatte versachlicht und einer unnötigen Verunsicherung von Jung und Alt entgegengewirkt wird", so Birgit Gerstorfer, MBA, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs und des Österreichischen Seniorenrates.
"Es ist höchste Zeit für mehr Kostenwahrheit! Wir müssen Sonderausgaben und Sozialleistungen transparent anderen Budgetbereichen zuordnen, damit die Debatte versachlicht und einer unnötigen Verunsicherung von Jung und Alt entgegengewirkt wird!"Birgit Gerstorfer, MBA
Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs und des Österreichischen Seniorenrates
© PVÖFallen für das Jahr 2025 wirklich insgesamt 32,8 Milliarden Euro an Pensionskosten an?Nein! In Wahrheit ist es deutlich weniger!Fast schon regelmäßig wird die Behauptung aufgestellt, dass die Pensionskosten explodieren. Um auf die Zahl 32,8 Milliarden (für 2025) zu kommen, werden (vom Österreichischen Bundesbudget 2025) die Auszahlungen/Aufwendungen der Bundesmittel für Pensionsversicherung (UG 22: 19.446,8 Mio) und Pensionen – Beamt*innen (UG 23: 13.428,0 Mio) zusammengezählt.
Verschwiegen wird, dass es im Bereich der Beamtenpensionsversicherung auch Einnahmen durch die Beiträge der aktiven Beamt*innen (2025 vorauss.: 2.130,3 Mio Euro) gibt. Zusätzlich gibt es Einnahmen aus den Pensionssicherungsbeiträgen der Beamtenpensionist*innen. (Einnahmenhöhe 2025 voraus. 257 Mio). Auch die Pensionsversicherung verzeichnet durch den Nachtschwerarbeitsbeitrag Einnahmen (lt. UG 22: 64,6 Mio).
Wenn von der Verwendung von Bundesmitteln für das Pensionssystem gesprochen wird, wird damit regelmäßig die Behauptung verbunden, dass der Staat den Sozialversicherungen diese Gelder zuschießen muss, um die Differenz zwischen Beiträgen von Versicherten und den Pensionsauszahlungen auszugleichen.
Diese Behauptungen sind falsch, werden von den Medien leider ungeprüft übernommen und verunsichern Jung und Alt gleichermaßen.
Dazu werden fälschlicherweise noch Aufwendungen für Mittel der Armutsbekämpfung etc. den Pensionen zugezählt, die eigentlich nichts mit Pensionskosten zu tun haben. Diese machen rund 20 Prozent der angeblichen "Pensions"Kosten aus.
