| Der Pensionistenverband Österreichs und der Österreichische Seniorenrat kritisieren die Entscheidung der Bundesregierung, die gesetzlich vorgesehene volle Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten auch heuer nicht umzusetzen und die Anpassung erneut unterhalb der tatsächlichen Teuerung festzulegen. Alle gesetzlichen Pensionen sollen um 2,95 Prozent erhöht werden. PVÖ- und Seniorenrats-Präsidentin Birgit Gerstorfer hält fest, dass die Inflationsabgeltung Kernbestandteil des Vertrauens in das Pensionssystem ist. „Wir respektieren demokratische Entscheidungen und Budgetbeschlüsse. Aber wir bleiben bei unserer Forderung nach einer vollen, gesetzlich abgesicherten Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten – denn es geht um ein Versicherungsprinzip und um den Erhalt der Kaufkraft jener Menschen, die ihr Leben lang eingezahlt haben". Ausgleichszulagenbezieher*innen erhalten volle Anpassung Positiv hebt Gerstorfer hervor, dass die Bezieher*innen einer Ausgleichszulage eine Anpassung in der Höhe von 3,3 Prozent erhalten und, dass es gelungen ist, dass bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 EUR alle Pensionen mit 2,95 Prozent erhöht werden. Das sind mehr als 99 Prozent aller rund 2,6 Millionen Pensionistinnen und Pensionisten. Volle Anpassung bleibt Maßstab Mit unserer Hartnäckigkeit und stichhaltigen Argumenten konnten wir erreichen, dass mehr als 99 Prozent aller Pensionistinnen und Pensionisten eine Anpassung von 2,95 Prozent erhalten. Zufrieden sind wir mit dieser Entscheidung nicht. Denn auch wenn mittlere Pensionen diesmal keine Deckelung bekommen, liegt die Anpassung mit 2.95 Prozent unter der Inflationsrate, während die Preise bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln weiter steigen. |